Zwanghaftes Ende der ersten Bauphase!

 Wie wir das von vielen anderen Ländern kennen, wollten wir auch in Mazedonien unser 3-monatiges Touristenvisum verlängern, indem wir eine Nacht aus, und dann wieder ins Land einreisen. Drei Tage vor dem letzten Tag unserer drei Monate erfuhren wir dann, dass seit der von der EU gewährten Visafreiheit für Mazedonien die Visabedingungen der beiden Länder angeglichen wurden. Das bedeutet, dass die Bedingungen, die für in Mazedonien eingereiste Deutsche die gleichen Bedingungen gelten, wie für in Deutschland eingereiste Mazedonier. Und für die ist es nach deutschem Gesetz nunmal unzulässig, durch einfaches aus-und wieder einreisen sein Touristenvisum um weitere 3 Monate zu verlängern. Statt dessen müssen sie drei Monate zurück in ihr Heimatland, und dürfen erst frühestens dann wieder als Touristen nach Deutschland kommen. Wir haben alles versucht, mit der Botschaft, dem Außen-und Innenministerium und der Auslandshandelskammer telefoniert, mit dem Polizeichef geredet und versucht den Bürgermeister von Kriva Palanka einzuschalten, der sich leider in Italien aufhielt. Von überall kam die gleiche Information, dass es keine Chance gibt die drei Monate zu verlängern, und wir unser Visum lieber nicht überziehen sollten, da es sonst böse Konsequenzen haben könne (Geldstrafe, Einreiseverbot für die nächsten 6 Monate bzw 3 Jahre, Gefängnis).

Also hat der Teil unseres Teams, der schon seine 3 Monate ausgereizt hatte, kurzfristig seine Ausreise organisiert. Fünf Leute befinden sich also wieder in Deutschland, während die anderen fünf das Haus Winterfest machen, bevor sie nächste Woche auch abziehen. Das bedeutet in frühestens 3 Monaten beginnt Bauphase 2.

Reisst die grenzen nieder! Sie stellen sich zwischen die Menschen!  -Erich Kästner