Das Team

An dieser Stelle stellen sich die  Hauptveranwortlichen von Amaro Kher vor.

Mein Name ist Julius Pfundstein und ich bin Vorstandsmitglied bei Amaro Kher und Student der Politikwissenschaften und Sinologie in Freiburg. 

Julius ist der erste von links.

 

 

 

 

 

 

„Wir sind nicht nur einmal im Jahr dort, um ein paar Bilder für den Lebenslauf zu schießen, sondern wir sind dauerhafte Ansprechpartner. Wir setzen kein nobles Haus zwischen die Wellblechhäuser und erdrücken alle Zuschauer mit technischen und finanziellen Möglichkeiten die den meisten verwehrt bleiben, sondern setzten auf einen Bau- und Organisationsstil der Nachzumachen ist. Auch steckt Amaro Kher die Gesamtheit aller Spenden in die Ausbildung von Menschen vor Ort…“

„…Zu guter Letzt denke ich wir sind reflektiert genug, um dem Standard Fehler der humanitären Hilfe zu entkommen: Abhängigkeit durch Unterstützung. Wir wollen stets, dass Entscheidungen von den Roma selbst getroffen werden und dass wir keine Strukturen bespielen, die nicht auch ohne uns bestehen könnten. Diese vorgehen verspricht nicht nur Erfolg, sondern auch, die Aussicht darauf irgendwann nicht mehr gebraucht zu werden und das Edinstvo-Viertel irgendwann nur noch als Freund und nicht als sozial Engagierter besuchen zu können.“

 

Mein Name ist  Andreas und ich bin Kassenwart bei Amaro Kher.

Andreas ist der erste von links.

„Zunächst empfand ich alles sehr beängstigend und nach der Überwindung meiner Ängste überwältigend, bereichernd. Es ist der absolute Perspektivenwechsel für mich gewesen, zu sehen was existenziell wichtig ist im Leben. Ich möchte den Roma zeigen, dass Ihre Art zu leben in Ordnung ist und ihnen Aussichten schaffen es lebenswert zu machen und nicht davor flüchten zu wollen…Weil jeder Mensch eine Chance bekommen soll. Das ich bei AMARO KHER gelandet bin ist, weiß ich selbst nicht.
Erwarte keine Dankbarkeit! Die wird Dir nicht direkt gezeigt – aber die Freude der Menschen für winzig kleine Fortschritte, die in seltenen Augenblicken ganz unerwartet aber herzlich zum Vorschein kommt, ist das größte Geschenk. Also nicht ganz uneigennützig“

Mein Name ist Hanna Niang und ich bin Rechtsanwältin und Vorstand bei Lara Courage e.V.

Hanna ist die erste von rechts.

 

 

 

 

 

Wunderbar an dem Projekt Amaro Kher finde ich auch, dass sich die Roma mittlerweile sehr gut in Eigenregie um die Angelegenheiten des Hauses und des Vereins kümmern und wir auf Augenhöhe zusammen arbeiten können und somit die Akzeptanz im Viertel gewachsen ist und wir viele Aufgaben an die Roma abgeben konnten.

Ich habe viel Vertrauen in unsere Freunde aus Edinstvo, dass sie nun Amaro Kher gestalten, wichtige Entscheidungen alleine treffen und die Organisation des Hauses und der Bildungsprojekte selbst durchführen.

 

Mein Name ist Sebastian Marschall und ich bin Vorstandsmitglied des Vereins Amaro Kher e.V und Casa Creciente e.V. und 27 Jahre alt.

„…Der erforderliche Umgang, mit Respekt, Toleranz und Geduld in eine neue Welt einzutauchen, waren unglaublich wertvolle Erfahrungen für mich, mit denen ich mich auch über das Auslandsjahr hinaus weiterhin einbringen möchte.

Die Freiheit, mich selbstbestimmt ausleben zu können, an meine Grenzen zu gehen und Erfahrungen zu sammeln, empfinde ich als elementar wichtig und extrem lehrreich.

Zu erleben, wie die Identifikation mit dem Projekt im Viertel nach und nach zunahm, bis die Baustelle gegen Ende ein richtiger sozialer Treffpunkt wurde, war faszinierend. Immer deutlicher war zu spüren, wie die Bereitschaft, sich einzubringen größer wurde. Einen solchen Prozess mitzuerleben und mitzugestalten empfinde ich als erfüllende und sinngebende Arbeit, die jede Anstrengung wert ist.“

Mein Name ist Jonathan, ich bin 23 Jahre alt und studiere Indologie und Buddhismus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Die Corona-Krise hat auch das kleine Roma-Viertel Edinstvo schwer getroffen. Es gibt jedoch auch gute Nachrichten, denn die Not schweißt zusammen, sinnlose Konflikte verlieren an Bedeutung und das solidarische Miteinander tritt in den Vordergrund.
In der Zusammenarbeit mit der lokalen Roma- NGO setzen wir auf Eigen-Verantwortung und Eigeninitiative.
Die lokalen Vertreter der NGO treffen sich regelmäßig und entwerfen Vorschläge wie man den Menschen im Viertel am besten helfen kann.
Ich habe in meinem Leben immer wieder die Erfahrung gemacht das Glauben und Vertrauen eine starke Macht haben und wenn wir anderen Menschen etwas zu trauen und sie ermutigen dann kann sich die Prophezeiung selbst erfüllen. Mit anderen Worten, wenn man die richtige Energie in eine Sache gibt, wie Vertrauen und Mut, dann wird dies gute Resultate bringen.“

April diesen Jahres ist Angelika die Gründerin und sicherlich das aktivste Mitglied von Amaro Kher verstorben. Angelika Ludwig-Huber war das Herz und die Seele von Amaro Kher.  Ihr selbstloses Engagement war und ist eine große Quelle von Inspiration für uns und die Menschen im Viertel.

Auch Zukunft wird ihr Wirken weiterhin eine große Ausstrahlung auf das Projekt haben.

Angelika war Pädagogin und vor allem MediatorIn und als solche Vorsitzende des gemeinnützigen Vereines INTEResse e.V.

„…Wer Hunger hat, muss erst essen, bevor er sich um Fragen wie „ wie gehen wir miteinander um?“ kümmert, oder mit Bertolt Brecht: „erst kommt das Fressen, dann die Moral“. Und wer immer abgetrennt oder lange ausgegrenzt am Rand einer Gesellschaft gelebt hat, der muss erst einmal seine Würde, seine Fähigkeiten, seinen Selbstwert wieder gewinnen. Das kann man nicht predigen, sondern das muss man erleben können, sonst bleibt es wirkungslos. Deshalb ist mir das Projekt Amaro Kher ein Herzensanliegen…Wir versuchen mit den Roma gemeinsam an der Entwicklung von Lebensperspektiven zu arbeiten, und zwar nicht nur FÜR sie, sondern MIT IHNEN.

Der unbedingte Glaube an die Potenziale dieser Menschen, die zwar aufgrund äußerer misslicher Umstände mitunter verschüttet sind, aber mit dem entsprechenden Interesse genauso zum Vorschein kommen wie bei jedem anderen Menschen auch. Dass die Roma wenig Unterstützung von anderen Seiten bekommen, bestätigt für mich persönlich nochmals mehr die Notwendigkeit, hier anzupacken.“