April 2016

2016

Wieder ein Frühling in Amaro Kher !!

Und ganz viele Böden sind bereitet worden!

Über Ostern war erneut eine Gruppe Freiwilliger aus ganz Deutschland in Kriva Palanka, um weiter am Roma-Gemeinschaftshaus Amaro Kher zu arbeiten. Neben der Karlsruher Gruppe mit unseren bewährten und überaus beliebten „Fahrern aus Leidenschaft“ Andreas Heim und Konrad Armbruster hatten sich unserer Karlsruher Gruppe noch Felix und Georg aus Bonn und Rahel aus Pforzheim angeschlossen.

Die Projektgruppe aus Karlsruhe hatte bereits im Vorfeld durch den Verkauf von Crèpe, sozialer Marmelade und Produkten aus der Näh-Manufaktur Einiges Geld erwirtschaftet, um diese Bauphase zu ermöglichen. Eine großartige Spende der Stiftung „children for a better world- Jugend Hilft“, die uns zum wiederholten Male unterstützen, half uns ebenfalls, die anfallenden Kosten für Bau- und Einrichtungsmaterial zu bezahlen.

Auch der Rotarier Club Karlsruhe hatte uns mit einer Spende bedacht.

Und daneben muss erwähnt werden, dass wir eine Reihe privater Spender im Umfeld des Vereins haben,die seit einiger Zeit dauerhaft mit Unterstützung dabei sind.

Im Vorfeld der Fahrt hatten wir auch zahlreiche Stoff-, Woll-und Pflanzenspenden gesammelt.

Am 18.03 fuhren wir nun mit einem Stadtmobil und einem Anhänger, der voll beladen war mit Stoffen und Teilen der Kücheneinrichtung sowie anderen Hilfsgütern, los nach Kriva Palanka. Den Anhänger hatte uns ein äußerst freundlicher Schulvater aus der Karlsruher Waldorfschule ausgeliehen! Welch eine Hilfe! Neben Vielem, was schon lange auf eine Transportmöglichkeit wartete, konnten jetzt auch noch eine Menge- auch gespendeter –Pflanzen und Stauden mitgenommen werden, die den Garten von Amaro Kher demnächst in eine blühende und fruchtbare (Himbeeren u.a.)kleine Landschaft verwandeln können.

Auch Wollspenden waren im Vorfeld zahlreich angekommen, ebenso eine liebevollst zusammen gestellte Fuhre mit Zubehör für die Manufaktur der Frauen. Auch an dieser Stelle herzlichen Dank für all die Hilfen!

In den ersten Tagen verwirklichten wir zunächst das Projekt Holzböden für die Manufaktur und den Workshopraum.

IMG_0510Davor war in allen Räumen im unteren Bereich Betonboden, der nicht nur kalt und ungemütlich wirkte, sondern auch sehr stark staubte, was für die Computer und die Näh-Manufaktur ein Problem darstellte.

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Ein weiteres Projekt war, den sogenannten Eselstall in eine Werkstatt umzuwandeln. Dazu musste der Raum erst entrümpelt werden, denn es befanden sich noch viele Baustoffe aus früheren Bauphasen dort.

Der obere Teil des Eselstalls bekam neue Bretter und Balken, da Teile der Seiten und Dachkonstruktion über die Zeit morsch geworden waren. Jetzt wird dieser Teil des Eselstalls als Materiallager verwendet.

Der untere Teil des Stalls bekam einen Betonboden und eine Werkbank und kann bald als Werkstatt genutzt werden.

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Im Großen Raum- quasi dem Zentrum des Hauses- versiegelten wir den Boden mit der Roma Flagge, da er mit der Zeit porös geworden war und immer noch stark staubte. Die Versiegelung schützt jetzt nicht nur den Boden, sondern verstärkt nochmals die Farbe.

Und dass der Boden auch dann noch gut aussieht, wenn einen Abend lang getanzt wurde, bewies sich denn auch bei unserer Feier in dieser Woche ( einen Filmausschnitt kann man unter der Rubrik Videos sehen..)

DIE KÜCHE

DSCF4385Ein weiteres, richtig ganz großes Projekt war es, die Küche „herzustellen“- denn bislang hatten wir Küche nur im Freien bzw als Improvisation im unteren Bereich, allerdings ohne Wasser.

Im Herbst letzten Jahres waren die Mauern erstellt worden. Vor unserer Ankunft waren dann Türen und Fenster eingebaut worden. Jetzt galt es weiter zu machen.

Nachdem verputzt worden war,strichen wir zusammen mit den Roma Kindern und Jugendlichen die Küche.

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IMG_0600Nachdem wir die Küche gestrichen hatten, folgte der Einbau der selbstgebauten Spüle und der mitgebrachten Schränke und Regale.

Wir wissen jetzt, was eine EINBAU-KÜCHE ist, denn hier ging es nicht darum, fertige Schränke an Wände zu hängen, sondern aus ungehobelten Brettern Regalbretter zu machen und sie geschickt ein- zu -bauen in das, was es sonst noch an „Angeboten“ gab- das eine Schubladenelement und den anderen von irgendwoher stammenden Schrank, die zusammen eine „EIN-BAU-KÜCHE“ werden sollten. Und das ist auch gelungen, nicht zuletzt durch die unglaubliche Phantasie der Gruppe, die sich ja schon bei der letzten Projektfahrt mit den Regalen gezeigt hatte. Jetzt ist es viel besser möglich zu improvisieren, wenn der Hunger einen überfällt und gekocht werden muss. Und es wird in der großen Erntezeit ( Himbeeren uw) möglich sein, AMARO KHER-Marmelade herzustellen. Was jetzt noch fehlt, werden wir im Sommer schaffen!

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Und natürlich war auch die Manufaktur der Frauen wieder in Betrieb:

2oo Taschen und eine Menge Stulpen, Kissen und Strümpfe wurden hergestellt. Und es gab wieder lustige Überraschungen:

Es gibt eine mazedonische Art Strümpfe zu stricken! Das wussten wir noch nicht, also wieder einmal eine Bereicherung, wenngleich wir dann doch die westeuropäische Strumpfstrickweise einführen mussten, damit wir die Strümpfe auch hier verkaufen können.

IMG_0534Und auch darum geht es neben all dem Spaß, den wir beim Nähen und Stricken hatten: dass die Dinge auch hier untergebracht, sprich: verkauft werden können, und so für die Frauen auch der finanzielle Spaß erlebbar wird.

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Zum Kochen und zum „kleinen“ Beheizen der Küche und des großen Raumes kauften

und installierten wir einen Holzofen.
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Außerdem sorgten wir für eine bessere Abdichtung des großen Raums. Den Anfang machte eine wirklich kunstvolle Umrahmung der „Schwachstellen“ einer

Außentüre, das kann man hier gut sehen!

    VORHER:                                                                                    NACHHER:

 

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Ein weiteres Projekt war die Bepflanzung von Amaro Kher mit dem Ziel vor Augen Amaro Kher in eine grüne Oase zu verwandeln pflanzten wir die mitgebrachten Pflanzen u.a. Himbeeren

Die Verantwortungsgruppe

Neben all den Baumaßnahmen galt es aber auch, die Gruppe der Roma- Verantwortlichen für das Haus wieder neu zu bestimmen und gemeinsam mit ihnen die Aufgaben genau zu klären und die verschiedenen Bereiche aufeinander abzustimmen. Neben der Hausmeisterei geht es dabei um die Vermietungen des großen Raumes, die Betreuung der Sauberkeit im und ums Haus sowie die Gartenbetreuung. Diese Prozesse werden im Sommer weiter geführt werden, auch wenn genau diese Aufgaben jetzt auch von den Verantwortlichen so übernommen werden.

Und jetzt noch ein paar ganz wichtige Termine:

Freitag, 6. Mai, 18 Uhr Mitgliederversammlung AMARO KHER in Karlsruhe

Dienstag, 7.Juni:

Großer Abend mit Berichten aus Amaro Kher, auch mit Film und anderen Beiträgen und der Möglichkeit, Hausschuhe, Taschen und anderes aus der Manufaktur zu erwerben.

Wir danken allen Menschen und Organisationen, die uns für diese Osterfahrt und an anderen Stellen unterstützt haben, dass wir Amaro Kher weiter bauen und begleiten konnten.

Wir bedanken uns insbesondere bei

  • Der Stiftung Jugend hilft

  • Dem Rotary Club Karlsruhe

  • Frau Neukirchner

  • Herrn Dr.Romberg

  • Frau Weitensfelder

  • Frau Menzler

  • Und vielen anderen hier nicht Genannten.

Bei der Osterfahrt 2016 waren dabei:

Neben unseren geliebten Fahrern Konrad und Andreas Julius, Jonathan, Helena, Angelika aus Karlsruhe sowie Felix und Georg aus Bonn. Rahel und Josefine waren auch dabei und sind gleich mal dort geblieben um noch weitere Aufgaben zu erledigen. Vielen Dank an alle!

Bis auf Weiteres grüßen hier im Namen der Gruppe der Aktiven

Jonathan und Angelika luhu, die auch diesen Rundbrief zusammen gestellt haben

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