Die Idee

Amaro Kher ist ein Projekt des gleichnamigen Fördervereins, der von den drei gemeinnützigen Vereinen futuRoma e.V, INTEResse e.V und Casa Creciente e.V. als langfristiges Kooperationsprojekt initiiert wurde.

In Kriva Palanka, einer Stadt im Nordosten Mazedoniens, engagiert sich Futuroma in dem dortigen Romaviertel seit einigen Jahren beispielsweise mit der Verteilung von Hilfsgütern, dem Bau von Wasserstellen und Brücken.

Damit die Roma langfristig nicht von Hilfeleistungen aus Deutschland abhängig sind und die Möglichkeit haben Probleme wie Diskriminierung und Arbeitslosigkeit selbstständig zu lösen, brauchen sie in Kriva Palanka als nächsten Schritt ein Gemeinschaftshaus. Dort können sie sich beraten, organisieren, und weiterbilden.

Die Bauweise wird keine herkömmliche sein, sondern es wird mit Lehm und recycelten Materialien gearbeitet. Ein Ziel ist es, mit dieser Bauweise auch ein Beispiel für die privaten Hütten und Häuser zu geben.

Nicht nur in der Bauphase, sondern bereits in den Planungsprozess werden die Roma möglichst stark integriert. Beispielsweise werden öffentliche Meetings abgehalten, bei denen die Idee von Amaro Kher vorgestellt, diskutiert, und durch neue Ideen und Einwände vorangetrieben wird. Weiterhin wurde von den Roma eine sechsköpfige Delegation gewählt, die nun den mazedonischen Teil der Projektplanungsgruppe Amaro Kher darstellt.

Denn nicht nur wir, sondern auch die Roma von Kriva Palanka wollen beweisen, dass Armut weder selbst verschuldet noch selbst gewollt ist, und durch gemeinsames Engagement und ernst gemeinte Unterstützungsarbeit ein Weg aus der Armutsfalle möglich ist.