Ankündigung: 26.3.2014 Vortrag mit Film und Musik (2. Karlsruher Wochen gegen Rassismus)

AmaroKher: Ein Haus für das Leben und die Bildung der Roma
Entwickelt und gebaut von jungen Menschen aus Deutschland gemeinsam mit Roma aus Kriva Palanka, Mazedonien

Veranstaltungsort:
Internationnales Begegnungszentrum Kaiserallee 12 d, 76 133 Karlsruhe,  Deutschland

Mit Roma gemeinsam eine Lebensperspektive entwickeln:
Vorurteile überwindet man am besten, indem man sich begegnet und gemeinsam handelt, und zwar so, dass sich aus diesem Handeln eine Perspektive entwickeln kann für diejenigen, die gefangen in einer Spirale aus Armut, Benachteiligung und Diskriminierung alleine dazu im ersten Schritt nicht in der Lage sind.
Das war Motto und ist Erfahrung einer Gruppe von zumeist jungen Menschen aus Deutschland, die den Roma in Kriva Palanka begegnet sind, ihre miserable, demütigende Lebenssituation miterlebt und sich vorgenommen haben hier etwas durch eigenes Tun zu verändern.
Ein Leben am Rande der Gesellschaft, in dem Bildung nicht an erster Stelle stehen kann, wenn vor allem Hunger die Menschen plagt. Ohne Bildung der Kinder, aber auch der Jugendlichen und Erwachsenen, wird der Kreislauf aus Armut und Ausgrenzung aber nicht überwunden werden können. Ohne Unterstützung und Partizipationsmöglichkeiten an der eigenen Zukunftsgestaltung werden die Roma ihre Lebensverhältnisse nicht überwinden können, sondern es braucht Raum und finanzielle Möglichkeiten. Der Raum: AMRAO KHER- das Haus- wird von Freiwilligen aus Karlsruhe gerade gebaut, ökologisch nachhaltig mit Recycling-Bau und sozial verantwortlich mit begleiteten Prozessen der Selbstverantwortung und Gemeinschaftsbildung. Nicht konfliktfrei- aber mit Perspektiven für die Menschen dort vor Ort .

In einem Vortrag und Filmausschnitten wird der Prozess AMARO KHER von den HauptinitiatoreInnen Angelika Ludwig-Huber, Sebastian Marschall, Maria Trautmann und Charlotte Lohse anschaulich dargelegt mit all den Fragen, die da entstanden – und ganz prinzipiell sind:

  • Für die Roma oder MIT den Roma? Wie viel Fremdbestimmung kann der Mensch ertragen? Oder: Selbstbestimmt geht besser!
  • Was braucht ein Mensch , damit er Leben als lebenswert erleben kann?
  • Lebenssituationen der Roma in Mazedonien und Deutschland: Diskriminierung, Demütigung, Fremdbestimmung und Perspektivlosigkeit
  • Wie lässt sich dieser Kreislauf verändern und für vor allem für die Kinder eine nachhaltige Perspektive entwickeln?

Keine der großen Stiftungen konnte sich bislang entschließen, in dieses, auch ökologisch interessante Projekt einzusteigen. Vielleicht ist es so einzigartig, dass es in kein Schema passt? Daher wird eine Gruppe von jungen Musikern aus der Waldorfschule Karlsruhe gemeinsam mit Roma-Musikern aus Wien versuchen eine musikalische – und vielleicht auch finanzielle Brücke zu schlagen um den Vortrag herum.