Archiv für den Monat: Dezember 2015

Fahrer aus Leidenschaft !

Ein berührender Artikel eines unserer lieben „Fahrer“Warum sind wir hier?

Bericht über die Herbstfahrt von AMARO KHER e. V. nach Mazedonien. Edinstvo, ein kleines Stadtviertel in Kriva Palanka, einer kleinen Stadt in Mazedonien.

DSC_4466IMG_20151031_090038Ein kleines Land auf der Balkanhalbinsel eingegrenzt zwischen Albanien, Kosovo,
Serbien, Bulgarien und Griechenland. Edinstvo ist das Roma-Viertel in dessen Mitte das Haus steht, AMARO KHER – bedeutet aus dem Romanes übersetzt „unser Haus“. Und das ist es nun im wahrsten Sinne des Wortes: ein Gemeinschaftshaus der Roma in dem sie sich beraten, organisieren, und weiterbilden können.

amaro kher gesamt ansichtDrei kleine Räume funktionieren bereits – mit gespendeten Nähmaschinen – als
kleine Näherei. Dort wurden schon viele individuelle Lavendelsäckchen sowie
Büchertaschen produziert und anschließend verkauft.

20150831_135920Im großen Gemeinschaftsraum von AMERO KHER können Roma-Kinder nun ihre Hausaufgaben unter Betreuung erledigen  das ist, wenn man mit vielen Geschwistern in einer Einraum-Hütte wohnt, eine große Alltagserleichterung.
Damit es alles so wurde wie es ist und auch noch weiter gehen wird, braucht es neben der finanziellen Unterstützung vor allem viel Einsatz und Betreuung vor Ort.

IMG_20151102_140854Dies wird übernommen von Menschen, die sich mit den Problemen der Roma auseinandersetzen und sie kennen lernen wollen. Diese Menschen sind bereit in Ihrer Freizeit die Strapazen einer langen Reise und körperlichen Einsatz bei den Arbeiten auf sich zu nehmen. Organisiert werden die Fahrten vom gleichnamigen „AMARO KHER Förderverein für das Roma- Gemeinschaftshaus in Kriva Palanka e. V.“, das Projekt als solches ist eines der UNESCO-Projekte unserer Schule.Es sind eine Vielzahl von jungen Erwachsenen die sich mit AMARO KHER identifizieren und das „unser“ auch auf sich selbst, als ein Teil der Gemeinschaft, beziehen – Sichtbares in Form von Böden, Wänden, Dächern und Möbeln schaffen sowie Fühlbares in Form von Wertschätzung und Anerkennung der anderen Mentalität beitragen bzw. tolerieren um selbst daran zu wachsen. Zeitweise wuseln über 30 Leute in und um AMARO KHER herum.
Dazwischen springen noch die Roma-Kinder umher und freuen sich über die willkommeneAbwechslung.

DSC_4522Jeder wird gebraucht und erfüllt eine Aufgabe die in erster Linie der
Gemeinschaft dient und nicht nur sich selbst. Ein Mikrokosmos gemeinschaftlichen Lebens mit allen Höhen und Tiefen, in dem hautnah zu spüren ist, warum wir hier sind. Denn es ist noch lange kein Selbstläufer und bedarf der kontinuierlichen Begleitung, des Vorlebens und Organisierens.

DSC_3766Durch gemeinsames Engagement und unsere Unterstützungsarbeit ermöglichen wir den Roma einen Weg aus der Armutsfalle, um ihr Leben in Kriva Palanka lebenswerter zu gestalten.In den kommenden Osterferien wird es wohl die nächste Fahrt nach Mazedonien im Neun-Sitzer geben.Und weil bestimmt wieder nicht alle rein passen, wird ein Teil der begeisterten Jugendlichen via Flugzeug nachkommen.
Es ist beachtlich, dass diese engagierten Menschen nicht nur Ihre Ferienzeit spenden, sie tragen zudem ihre Reisekosten selbst. Und wenn sie wieder in Karlsruhe sind, verdienen
Sie Geld für den Förderverein mit Verkaufsständen auf dem Herbstmarkt und dem Basar. Dort gibt es selbst hergestellte Produkte der Roma zu kaufen und die
weltbesten Crêpes zu essen. Somit bereichert die Armut der Roma in Kriva Palanka unser
Leben in Karlsruhe, macht es ein bisschen lebenswerter, erweitert ein wenig unseren
Horizont und bringt uns vielleicht der Antwort auf die Frage etwas näher: Warum sind wir
hier?
Sie können auch helfen, jede noch so kleine Spende wirkt sich aus. Sie bekommen direktes Feedback, wenn Sie die Patenschaft für ein Roma-Kind übernehmen und damit den Schulbesuch ermöglichen oder eine Patenschaft für die Finanzierung der
Hausaufgabenbetreuung! Sie können Mitglied werden im AMARO KHER Förderverein um
das Projekt dauerhaft zu unterstützen.

Weitere Informationen unter www.amarokher.org oder in der Waldorfschule, Klasse 12a bei Jonathan Ario und Angelika Ludwig-Huber.
Andreas Heim, AMARO KHER-Fahrer aus Leidenschaft
(Dieser Artikel ist in der Schulzeitung der Karlsruher Waldorfschule erschienen).
Nun wünschen wir allen eine gute Zeit und freuen uns auf Rückmeldungen, Ideen und
anderes. Herzliche Grüße aus dem Vorstand von Amaro Kher und aus der Redaktion
Angelika Ludwig-Huber

 

Rundbrief Weihnachten 2015

Ein intensives Amaro-Kher –Jahr neigt sich dem Ende zu und wir sagen DANKE an viele
Menschen:
An die Roma in Kriva Palanka, die geduldig mitarbeiten- immer wieder- und immer
auch etwas warten müssen, bis sich unsere gemeinsamen Ideen realisieren lassen,
an Ibrahim, Galip und Arti, die an vielen Stellen ganz besondere Verantwortung
übernommen haben, auch an Gudrun, die sich neben ihrem FSJ im Kindergarten
immer auch noch Zeit für Amaro Kher nimmt, an Maria, Charlotte, Marie und Hanna
und besonders Michi, die neben ihren unterschiedlichen aufregenden Arbeiten in
Deutschland nie vergessen, einen Abstecher nach Kriva Palanka zu machen, um
auch dort noch mit zu arbeiten, an Jonathan, Lennart, Julius, Daniel, Helena, Nina,
Mira, Florian, an Cindy und Tamara und auch Josefine, die das Herbstprojekt
ermöglicht haben, und Konrad und Andreas und Stefan, unsere treuen Stadtmobil-
Fahrer, ohne die die beiden Projektfahrten der Karlsruher WaldorfschülerInnen gar
nicht möglich gewesen wären
Wir danken auch allen, die im Hintergrund dafür gesorgt haben, dass wir soweit
gekommen sind, wie wir gekommen sind- durch Bereitstellung von Geldern, teilweise
richtig großen Beträgen, oder durch andere großartige Formen der Unterstützung.
Die Karlsruher Schulgruppe hat durch den permanenten kräftigen Einsatz bei allen
Basaren oder Märkten nicht nur Amaro Kher in der Schule- und damit für einige
Spender bekannt und vertraut gemacht, sondern daneben auch beeindruckende
Beträge für die ganzen notwendigen Materialien erwirtschaftet.
Daneben haben wir inzwischen einige Spender gefunden, die durch ihre
regelmäßigen Beträge für Amaro Kher jetzt auch einen kleinen regelmäßigen und
zuverlässigen Betrag bereitstellen. Hier sind wir weiter auf der Suche, um die
regemäßigen Kosten auch langfristig decken zu können.
Mit 2015 ist die Phase der kleineren Bauphasen angebrochen, nachdem die
dreimonatigen Bauzeiten mit Sebastian, Georg, Maria und Charlotte und den vielen
Freiwilligen drumherum in 2o14 beendet wurden und die Beteiligten wieder ihren
anderen Aufgaben in Deutschland nachgehen müssen. Jetzt sind die Bau-undPräsenzphasen kürzer (weil abhängig von Ferien) und damit auch bedeutend
projektorientierter. Alles muss eigentlich vorher genau geplant und organisiert sein,
damit in der wenigen Zeit (Ca 1o Tage) auch wirklich alles realisiert werden kann.
Wo stehen wir heute mit Amaro Kher?
Baulich sind wir soweit, dass wir die unteren Räume gut nutzen können,
da gibt es Heizung, da sind die Böden zwar noch nicht ganz fertig, aber doch
nutzbar. Im oberen großen Raum haben die MitarbeiterInnen im Herbstprojekt dafür
gesorgt,20151102_105244

dass eine wunderbare Kinder-Ecke mit fantasievollen Regalen und tollen
Sitzgelegenheiten da steht, die jetzt nur noch auf die Heizung wartet, damit auch hier
das ganzjährige Leben losgehen kann.IMG_20151102_110843Maria und Charlotte haben die Wände dieses
großen Raumes auf Vordermann gebracht, die Giebelwand ist – endlich-
geschlossen- und zwar wieder mit einer kleinen Glasflaschen-Abteilung, die vor allem
bei Sonnenschein ein Augenschmaus wird.

IMG_20151102_110648
Michi und Ibrahim haben das Nebengebäude für Küche und Nassbereich gebaut, sodass jetzt die Einrichtung erfolgen kann, das heißt: dann tatsächlich auch Küche- und damit Kochen und anderes- möglich wird.12096000_10153363635577933_7239675479154350303_n12107763_10153363635442933_2197398873461158901_n
Im Außenbereich ist es gelungen, das Gelände durch
einen Zaun einzugrenzen, der auch anfänglich
bepflanzt ist. Das ist einfach wichtig, damit nicht alles durcheinander läuft, und Amaro
Kher geschützt ist, wenn niemand da sein kann.

20151104_163403IMG_20151102_111025Die Außentoilette ist gestrichen, auch die Freiluftküche, auf der auch dieses Mal wieder kräftig gekocht wurde.

Die nächsten Schritte werden an Ostern 2016 erfolgen:

  • Ausbau und Einrichtung von Küche und Nassbereich.
  • die Terrasse muss begehbar gemacht werden durch einen entsprechenden
    Belag, damit kein Wasser in die darunter liegenden Räume eintreten kann.
  • die Heizung im oberen Bereich wird dann für die ganzjährige Nutzung sorgen
  • und die Böden im Untergeschoss sollten dann auch alle fertig gestellt werden.Das Innenleben beginnt:

Neben den baulichen Fortschritten war für die Menschen vor allem wichtig, dass das
Innenleben beginnen konnte. Durch die Arbeit in der Näh-Manufaktur ist dies im
ersten Schritt auch gelungen. Mehrere kleine Aufträge ( Lavendelsäckchen und
Taschen) sorgten dafür, dass die Frauen nähen und dafür auch bezahlt werden
konnten. Ein schönes Erlebnis, auf das alle mit Freude und langer Vorlaufzeit
hingearbeitet hatten. Nun ist es vermutlich so, dass wir bei jedem Aufenthalt die
Manufaktur laufen lassen können, und teilweise arbeiten die Frauen inzwischen auch
selbstständig während unserer Abwesenheit.

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Näh-Aufträge sind uns jetzt herzlich willkommen. Die Frauen werden immer
besser, und für die Wartung der Nähmaschinen haben wir jetzt auch einen Rom
gefunden, der das zuverlässig und liebevoll vor Ort erledigt.Genäht wurden bis jetzt Lavendelsäckchen und Taschen verschiedenster Arten, letztere vor allem ausgebrauchten Stoffen- da wir ja den Recycling-Gedanken auch hierfür wert- und sinnvoll erachten.

20151030_104118Danke an die vielen Stoff-Spenden, die uns erreicht haben, auch das ist sehr
wertvoll gewesen!

Wir suchen noch nach einer Möglichkeit, auch für die Männer eine Werkstatt einzurichten und vor allem nach Projekten, die darin stattfinden können, also Aufträge, die die Männer bearbeiten können. Ideen sind auch hier willkommen!

Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist noch nicht ganz so, wie wir uns das vorstellen- schlicht deshalb, weil uns hier die fachkompetente Person aus den Reihen der Roma noch fehlt. Hier sindwir weiter am Suchen. So lange begnügen wir uns damit, mit den kindern zu basteln, zu bauen und andere sinnvolle Dinge zu tun.

DSC_3848
Neue Form für die Kontaktgruppen-Arbeit:
Im Vorstand haben wir uns lange beraten, wie wir die Arbeit der Kontaktgruppe auf
ein neues Fundament stellen können. Die Kontaktgruppe zwei, die an Pfingsten 2014
gewählt worden war, ist nicht so in die Arbeit eingestiegen wie die erste. Woran das
liegt, haben wir nie ganz heraus bekommen. Wohl aber,, dass wir uns eine neue
Form der Zusammenarbeit überlegen müssen. Die Zeit der großen Bauphasen und
damit längerer Präsenz unsererseits or Ort ist vorbei- möglich, dass dadurch die
Mitgestaltung einfach schwieriger geworden ist für die Mitglieder der zweiten
Kontaktgruppe.
Uns scheint es jetzt deshalb an der Zeit zu sein, wichtige Arbeits- Bereiche an
mehrere Menschen zu verteilen und dies mit einer kleinen finanziellen Gegenleistung
zu würdigen, die gekoppelt ist an die zuverlässige Erledigung dieser Arbeiten. Das
Haus braucht jetzt konstante, zuverlässige Betreuung an verschiedenen Stellen, das
heißt regelmäßige, transparente und zuverlässige Zusammenarbeit der Beteiligten
untereinander und natürlich auch mit uns.
Anfänglich haben wir dieses Thema auch auf der Mitgliederversammlung am 13.12.
15 beraten und werden das Ganze auf der MV im Februar entscheiden, wie genau
diese Sache aussehen kann
Wir denken im Moment an die Verteilung der folgenden Aufgaben:
– Hausmeisterei
– Werkzeugverleih und Instandhaltung
– Frauen-Treff
– Kind-Und Jugendlichen-Treff
– Kaffeestube als regelmäßiger Treff für die Erwachsenen
– Sozialberatung ( was wir vermutlich nicht durch die Roma abdecken können,
weil da einfach niemand ist, der das leisten kann)

Voraussetzung bzw Bedingung der Arbeit von Verantwortlichen in diesen Bereichen
sind natürlich die genannten Aspekte, deren Erfüllung dann auch Kriterien werden
dafür, ob eine Person dafür langfristig geeignet ist für die jeweilige Aufgabe.
Sicherlich wird die Einführung einer solchen Selbstverwaltung auch wieder
entsprechende Begleitung benötigen, aber dafür haben wir ja inzwischen genügend
fachkompetente Begleiter.
Ein wesentlicher Impuls, in diese Richtung von
Verantwortungsübernahme jetzt zu denken, ist auch die Tatsache, dass wir dafür-
genau dafür- Spender gefunden haben.
Für die nächste Zeit werden wir also vor allem auf 3 Ebenen arbeiten:

1. Die bauliche Weiterarbeit- zunächst an Ostern mit den genannten
Bauprojekten
2. Die innere Arbeit mit den oben genannten Dauer-Projekten, die vor allem von
Roma übernommen werden sollen, und
3. Die Begleitung und Verankerung von tragfähigen Selbstverwaltungs-
Strukturen.

Wow! Das klingt wieder nach Herausforderung! und wunderbar, dass es dafür jeweils
auch interessierte Menschen gibt!

– z.B. Josefine, die sich mit dem Gedanken trägt, nach Ostern eine längere Zeit in
Palanka zu bleiben und da zu sein für das, was an Ostern begonnen wird.

Was steht sonst noch an?
– Die Karlsruher Wochen gegen Rassismus stehen bevor- und wir werden uns
wieder mit einer eigenen Veranstaltung beteiligen. Darüber werden wir zeitnah
informieren.

-Der Reisebuchladen in Karlsruhe hat eine interessante Spendenaktion mit
Taschen aus Amaro Kher laufen. Lohnt sich, dort vorbei zu schauen!

-Um den Jahreswechsel wird es wieder eine kleine Weihnachtsüberraschung in
Amaro Kher geben, Gudrun, die bei FutuRoma als FSJlerin arbeitet, wird dies
gemeinsam mit einigen Roma-Frauen organisieren. Wir wünschen viel Freude
mit glänzenden Kinderaugen!

– Wir suchen nach wie vor jemanden, der einen großen Neunsitzer oder
Sechssitzer hat und uns den für unsere Fahrten leihen möchte. Das könnte uns            möglicherweise von der finanziellen Last befreien, die wir im Moment haben.

-Dringend suchen wir für die Osterfahrt einen Anhänger, mit dem wir endlich
wieder einmal eine Menge notwendiger Dinge mitnehmen könnten, die wir dort
dringend brauchen.

Dass wir nach wie vor dankbar über jede Spende dankbar sind, die uns hilft,
unsere Projekte dort zu realisieren, muss sicher nicht erwähnt werden. Und zum Schluss noch ein berührender Artikel eines unserer lieben „Fahrer“Warum sind wir hier?

Bericht über die Herbstfahrt von AMARO KHER e. V. nach Mazedonien. Edinstvo, ein kleines Stadtviertel in Kriva Palanka, einer kleinen Stadt in Mazedonien.
Ein kleines Land auf der Balkanhalbinsel eingegrenzt zwischen Albanien, Kosovo,
Serbien, Bulgarien und Griechenland. Edinstvo ist das Roma-Viertel in dessen Mitte das Haus steht, AMARO KHER – bedeutet aus dem Romanes übersetzt „unser Haus“. Und das ist es nun im wahrsten Sinne des Wortes: ein Gemeinschaftshaus der Roma in dem sie sich beraten, organisieren, und weiterbilden können.

Drei kleine Räume funktionieren bereits – mit gespendeten Nähmaschinen – als
kleine Näherei. Dort wurden schon viele individuelle Lavendelsäckchen sowie
Büchertaschen produziert und anschließend verkauft. Im großen Gemeinschaftsraum von AMERO KHER können Roma-Kinder nun ihre Hausaufgaben unter Betreuung erledigen das ist, wenn man mit vielen Geschwistern in einer Einraum-Hütte wohnt, eine große Alltagserleichterung.Damit es alles so wurde wie es ist und auch noch weiter gehen wird, braucht es neben der finanziellen Unterstützung vor allem viel Einsatz und Betreuung vor Ort. Dies wird übernommen von Menschen, die sich mit den Problemen der Roma auseinandersetzen und sie kennen lernen wollen. Diese Menschen sind bereit in Ihrer Freizeit die Strapazen einer langen Reise und körperlichen Einsatz bei den Arbeiten auf sich zu nehmen. Organisiert werden die Fahrten vom gleichnamigen „AMARO KHER Förderverein für das Roma-Gemeinschaftshaus in Kriva Palanka e. V.“, das Projekt als solches ist eines der UNESCO-Projekte unserer Schule.Es sind eine Vielzahl von jungen Erwachsenen die sich mit AMARO KHER identifizieren und das „unser“ auch auf sich selbst, als ein Teil der Gemeinschaft, beziehen – Sichtbares in Form von Böden, Wänden, Dächern und Möbeln schaffen sowie Fühlbares in Form von Wertschätzung und Anerkennung der anderen Mentalität beitragen bzw. tolerieren um selbst daran zu wachsen. Zeitweise wuseln über 30 Leute in und um AMARO KHER herum.
Dazwischen springen noch die Roma-Kinder umher und freuen sich über die willkommene Abwechslung. Jeder wird gebraucht und erfüllt eine Aufgabe die in erster Linie der Gemeinschaft dient und nicht nur sich selbst. Ein Mikrokosmos gemeinschaftlichen Lebens mit allen Höhen und Tiefen, in dem hautnah zu spüren ist, warum wir hier sind.

Denn es ist noch lange kein Selbstläufer und bedarf der kontinuierlichen Begleitung, des Vorlebens und Organisierens. Durch gemeinsames Engagement und unsere Unterstützungsarbeit ermöglichen wir den Roma einen Weg aus der Armutsfalle, um ihr Leben in Kriva Palanka lebenswerter zu gestalten.In den kommenden Osterferien wird es wohl die nächste Fahrt nach Mazedonien im Neun-Sitzer geben.Und weil bestimmt wieder nicht alle rein passen, wird ein Teil der begeisterten Jugendlichen via Flugzeug nachkommen.
Es ist beachtlich, dass diese engagierten Menschen nicht nur Ihre Ferienzeit spenden, sie tragen zudem ihre Reisekosten selbst. Und wenn sie wieder in Karlsruhe sind, verdienen
Sie Geld für den Förderverein mit Verkaufsständen auf dem Herbstmarkt und dem Basar. Dort gibt es selbst hergestellte Produkte der Roma zu kaufen und die
weltbesten Crêpes zu essen. Somit bereichert die Armut der Roma in Kriva Palanka unser
Leben in Karlsruhe, macht es ein bisschen lebenswerter, erweitert ein wenig unseren
Horizont und bringt uns vielleicht der Antwort auf die Frage etwas näher: Warum sind wir
hier?
Sie können auch helfen, jede noch so kleine Spende wirkt sich aus. Sie bekommen direktes Feedback, wenn Sie die Patenschaft für ein Roma-Kind übernehmen und damit den Schulbesuch ermöglichen oder eine Patenschaft für die Finanzierung der
Hausaufgabenbetreuung! Sie können Mitglied werden im AMARO KHER Förderverein um
das Projekt dauerhaft zu unterstützen.

Weitere Informationen unter www.amarokher.org oder in der Waldorfschule, Klasse 12 a bei Jonathan Ario und Angelika Ludwig-Huber.
Andreas Heim, AMARO KHER-Fahrer aus Leidenschaft
(Dieser Artikel ist in der Schulzeitung der Karlsruher Waldorfschule erschienen).
Nun wünschen wir allen eine gute Zeit und freuen uns auf Rückmeldungen, Ideen und
anderes. Herzliche Grüße aus dem Vorstand von Amaro Kher und aus der Redaktion
Angelika Ludwig-Huber