Archiv für den Monat: März 2014

26.03.2014 AmaroKher im IBZ

Im Rahmen der 2. Karlsruher Wochen gegen den Rassisimus haben wir unser Projekt im Internationalen Begegnungszentrum vorgestellt.
Das Rahmenprogramm wurde von Adrian Gaspar, einem Rom Musiker und Komponisten gemeinsam mit Teilen des Oberstufenorchesters gestaltet. Adrian hat ebenso wir wir von AmaroKher eine besondere Verbindung zu den Roma in Kriva Palanka: Im Jahr 2012 führte er gemeinsam mit Angelika Ludwig-Huber in dort mit den Roma ein Musikprojekt durch – bereits damals wurde das Fehlen eines Gemeinschaftsraumes als großer Mangel und massive Einschränkung empfunden.
Angelika Ludwig-Huber berichtete im Anschluss über die Motivation, die uns dazu bringt genau dieses Projekt zu unserem zu machen, über die Hintergünde und auch über manchen Zufall, der uns dahin gebracht hat, wo wir heute stehen. All diese Inforationen werden wir in den nächsten Wochen auch auf der Homepage veröffentlichen.
Sebastian hat uns als besonderen Leckerbissen den Dokumentarfilm über den ersten Bauabschnitt gezeigt. Die Bilder und Eindrücke haben meine Vorfreude auf unsere bevorstehenden Osterfahrt nach Mazedonien noch vergrößert.
Die anschließende Diskussions- und Fragerunde hat nicht nur den Zuhörern manch zusätzliche Information gebracht, sondern auch wir haben einige wertvolle Anregnungen aus dem Publikum bekommen.

Fazit: Ein informativer und zugleich schöner Abend bei unseren Gastgebern im Internationalen Begegnungszentrum.

26.03.2014 AmaroKher proudly presents:

Der erste Film über AmaroKher!
Pünktlich bevor wir mit viel Elan in die nächste Bauphase starten ist der Film über den ersten Bauabschnitt von AmaroKher fertig geworden. Wir wollen ihn euch natürlich auch auf unserer Webseite nicht vorenthalten und wünschen Euch viel Spaß beim schauen und hören.
Ein riesengroßer Dank geht an dieser Stelle an Sebastian, der den Film geschnitten hat, an den fantastischen Sprecher Manuel Lemke und natürlich an Alle, die geholfen haben das Rohmaterial neben all der anderen Arbeit auf der Baustelle zu erstellen.


Amaro Kher in Kriva Palanka – Impressionen von CasaCreciente

10.03.2014: Unser Vorstand stellt sich vor

Unsere drei Vorstandsvorsitzenden haben sich Gedanken über die Gründe für Ihr Engegement für AmaroKher gemacht. Dabei entstanden sind drei ganz persönliche Berichte über Einfälle, Zufälle und Entwicklungen, die scheinbar zwangsläufig zu ihrer Arbeit an unserm Projekt geführt haben.

Wir haben sie unter „Unsere Vorsitzenden“ http://www.amarokher.org/?page_id=747 veröffentlicht.

Vielen Dank Angelika, Sebastian und David für die Arbeit die Ihr Euch gemacht habt.

Ankündigung: 26.3.2014 Vortrag mit Film und Musik (2. Karlsruher Wochen gegen Rassismus)

AmaroKher: Ein Haus für das Leben und die Bildung der Roma
Entwickelt und gebaut von jungen Menschen aus Deutschland gemeinsam mit Roma aus Kriva Palanka, Mazedonien

Veranstaltungsort:
Internationnales Begegnungszentrum Kaiserallee 12 d, 76 133 Karlsruhe,  Deutschland

Mit Roma gemeinsam eine Lebensperspektive entwickeln:
Vorurteile überwindet man am besten, indem man sich begegnet und gemeinsam handelt, und zwar so, dass sich aus diesem Handeln eine Perspektive entwickeln kann für diejenigen, die gefangen in einer Spirale aus Armut, Benachteiligung und Diskriminierung alleine dazu im ersten Schritt nicht in der Lage sind.
Das war Motto und ist Erfahrung einer Gruppe von zumeist jungen Menschen aus Deutschland, die den Roma in Kriva Palanka begegnet sind, ihre miserable, demütigende Lebenssituation miterlebt und sich vorgenommen haben hier etwas durch eigenes Tun zu verändern.
Ein Leben am Rande der Gesellschaft, in dem Bildung nicht an erster Stelle stehen kann, wenn vor allem Hunger die Menschen plagt. Ohne Bildung der Kinder, aber auch der Jugendlichen und Erwachsenen, wird der Kreislauf aus Armut und Ausgrenzung aber nicht überwunden werden können. Ohne Unterstützung und Partizipationsmöglichkeiten an der eigenen Zukunftsgestaltung werden die Roma ihre Lebensverhältnisse nicht überwinden können, sondern es braucht Raum und finanzielle Möglichkeiten. Der Raum: AMRAO KHER- das Haus- wird von Freiwilligen aus Karlsruhe gerade gebaut, ökologisch nachhaltig mit Recycling-Bau und sozial verantwortlich mit begleiteten Prozessen der Selbstverantwortung und Gemeinschaftsbildung. Nicht konfliktfrei- aber mit Perspektiven für die Menschen dort vor Ort .

In einem Vortrag und Filmausschnitten wird der Prozess AMARO KHER von den HauptinitiatoreInnen Angelika Ludwig-Huber, Sebastian Marschall, Maria Trautmann und Charlotte Lohse anschaulich dargelegt mit all den Fragen, die da entstanden – und ganz prinzipiell sind:

  • Für die Roma oder MIT den Roma? Wie viel Fremdbestimmung kann der Mensch ertragen? Oder: Selbstbestimmt geht besser!
  • Was braucht ein Mensch , damit er Leben als lebenswert erleben kann?
  • Lebenssituationen der Roma in Mazedonien und Deutschland: Diskriminierung, Demütigung, Fremdbestimmung und Perspektivlosigkeit
  • Wie lässt sich dieser Kreislauf verändern und für vor allem für die Kinder eine nachhaltige Perspektive entwickeln?

Keine der großen Stiftungen konnte sich bislang entschließen, in dieses, auch ökologisch interessante Projekt einzusteigen. Vielleicht ist es so einzigartig, dass es in kein Schema passt? Daher wird eine Gruppe von jungen Musikern aus der Waldorfschule Karlsruhe gemeinsam mit Roma-Musikern aus Wien versuchen eine musikalische – und vielleicht auch finanzielle Brücke zu schlagen um den Vortrag herum.

Ankündigung: 24.3.2014 19.30 Uhr Vortrag (2. Karlsruher Wochen gegen Rassismus)

AmaroKher- SchülerInnen und andere junge Menschen leben nachhaltige Solidarität

Veranstaltungort:
Freie Waldorfschule Karlsruhe, Neisser Straße 2, Karlsruhe 76139  Deutschland

Was treibt SchülerInnen und Schüler vor allem aus der Freien Waldorfschule Karlsruhe dazu an, sich gemeinsam mit Ehemaligen, Eltern und PädagogInnen bei den Roma in Kriva Palanka, Mazedonien zu engagieren? „Amaro Kher“ ( romanes/ dt: Unser Haus) ist als langfristiger nachhaltiger Prozess angelegt , getragen von der Idee, ein Problem an der Wurzel anzupacken und zwar so, dass aus den betroffenen Roma Beteiligte und Gestalter ihrer eigenen, zumeist sehr schwierigen Lebensbedingungen werden können. Nur dann wird es möglich sein, Menschen zum Bleiben an ihrem Ort zu motivieren und Perspektiven zu entwickeln.

Worum geht es im Einzelnen?
MIT, nicht nur FÜR die Roma: Da ging und geht es zunächst ganz praktisch darum, gemeinsam mit den Roma ein Gemeinschafts- und Bildungshauses zu bauen. In diesen Prozessen des gemeinsamen Planens, Organisierens und Bauens ist bereits das Erlebnis entstanden, dass mit Unterstützung von freiwilligen Helfern Manches entstehen kann, sogar eine Perspektive. Konflikte können bewältigt werden, wenn man Kompetenzen zur Bearbeitung entwickelt. Vertrauen entsteht, wenn kontinuierliche Unterstützung erfahrbar wird und die eigenen Bedürfnisse der Roma sich z.B. in der Konzeption des Bildungsangebotes im Gemeinschaftshaus wiederfinden, weil sie gemeinsam entwickelt wurden.

Die Art des Bauens:
Aus Wenigem viel machen, aus Altem Neues entstehen lassen unter möglichst ökologischen Aspekten, ist ein weiteres Prinzip, das hier nachhaltig angelegt ist, weil die hier erworbenen Kompetenzen für das eigene Lebensumfeld nutzbar werden können.

Baumeister und weitere Projektbeteiligte beschreiben Stationen des ersten Bauabschnittes mit all dem, was da erlebbar geworden ist und dem, was weiterhin möglich werden soll.

26.02.2014: Mitgliederversammlung

Für die Mitgliederversammlung haben wir uns in der Waldorfschule Karlsruhe getroffen. Die Hauptthemen, die besprochen wurden, waren natürlich die zweite Bauphase und die damit zusammenhängenden Vorbereitungen.

Zu Beginn der Versammlung beschäftigten wir uns mit Grundsätzlichem: Jeder notierte sich, welche Vision er/sie für sich persönlich und natürlich für das Projekt hat. Diese Aussagen werden in den nächsten Wochen von einer kleinen Gruppe immer weiter ausgewertet, bis sie unseren Leitsatz ergeben. Für alle Mitarbeitenden war es sehr gut sich die Frage nach der Vision so bewusst zu stellen und aus dem Bauch heraus Antworten zu finden. Natürlich dürfen wir uns jetzt alle auf einen präzisen Leitsatz freuen.

Nach unserer „Visionsarbeit“ haben wir mit unseren  Arbeitspäckchen weiter gemacht. Die dafür im Vorfeld erstellte Tabelle, die alle Arbeitsfelder abdeckt und auch immer noch Verantwortliche für einige Bereiche sucht, wurde einmal durchgegangen. Unser Ziel ist es weiterhin, die Arbeit auf möglichst viele Schultern zu verteilen und sie etwas mehr von den Schultern des Vorstandes zu heben.

Der dritte Punkt der Tagesordnung war dazu da die Schnittstelle zwischen futuRoma und Amaro Kher klarer zu ziehen. Damit wird uns nicht nur unsere Arbeit klarer, sondern wir können das auch den Mitgliedern in Mazedonien besser darstellen.

Im nächsten Punkt, der das Bauen in der zweiten Bauphase betraf, haben wir besprochen, dass über die natürlich seit langem erstellten Baupläne hinaus die Feinarbeit, wie zum Beispiel die Raumeinteilung, an Ostern mit den Roma vor Ort  gemeinsam erarbeitet wird.

Besprochen wurde auch die Öffentlichkeitsarbeit: Unser nächster größerer öffentlicher Termin ist der 26.03.2014 im IBZ Karlsruhe. Dort werden wir Amaro Kher im Rahmen der „Karlsruher Wochen gegen Rassismus“ vorstellen. Bis dahin soll auch der Trailer über die erste Bauphase fertig sein, auf den wir uns alle sehr freuen.

Der letzte Punkt hieß Verschiedenes und hierbei wurde uns allen nochmal sehr bewusst wie wichtig alle unsere Mitglieder sind, egal in welcher Form sie auftreten um Amaro Kher zu unterstützen.

Es war eine konstruktive und schöne Mitgliederversammlung.

Wir  haben uns außerdem einen Überblick über die mazedonischen Visums- und NGO-Rechte und Regeln verschafft. Damit möchten wir bald eine Freiwilligenstelle in Kriva Palanka einrichten und nicht  noch mal, wie im November als Freiwilligengruppe des Landes verwiesen werden.